Gewerbe / Arbeitsplätze in Ergenzingen

Wo stehen wir – was wollen wir für die Zukunft? 

Beide Gewerbegebiete sind mit ihrem Mix an Unternehmen breit aufgestellt!
Der Höllsteig mit einer Vielzahl unterschiedlicher Handwerkbetriebe von der
Zimmerei, Bauunternehmen, Landschaftsgärtnerei, Schlossereien, Schreinereien,
Heizungs- und Sanitärbetrieben und Elektrobetrieben so dass sich hier eine Vielzahl
an Ausbildungsplätze ergeben. Aktuell dürften nach Zahlen von 2021 ca. 400
Personen in diesem Bereich arbeiten in ca. 30 Betrieben.
Im Gewerbegebiet Ergenzingen-Ost haben wir eine Durchmischung von
Maschinenbaubetrieben, Automobilindustriezulieferern, Logistikbetrieben und
Dienstleistern. Auch diese bieten Ausbildungsmöglichkeiten an, teilweise auch im
akademischen Bereich. In diesem Bereich arbeiten über 1.500 Menschen in ca. 25
Betrieben, wobei die Firma Bitzer die mit Abstand meisten Mitarbeiter hat.
Hinsichtlich Flächenverbrauch ist der Logistik-Anteil ziemlich stark und sollte nicht
weiter vergrößert werden.
Unter Berücksichtigung der Arbeitsplätze im Ort arbeiten somit ca. 2200 Personen
beruflich in Ergenzingen. Aufgrund des breiten Branchen-Spektrum fallen
wirtschaftliche Krisen in den einzelnen Branchen eher nicht so stark ins Gewicht und
es werden Ausbildungsplätze in den unterschiedlichen Branchen und Gewerken
angeboten.

Für uns wichtig: Welche Möglichkeiten haben Schulabgänger aus Ergenzingen
einen Ausbildungsplatz und Arbeitsplatz nach einem Studium zu finden.

Die Gemeinde stellt ca. 11% der Einwohner (Gesamtstadt ca. 43 000 Einwohner,
Ergenzingen 4700), dieses Bild spiegelt sich auch im Bereich Gewerbetreibende
3499 (Gesamtstadt) zu 345 Ergenzingen. Bei Betrachtung der Gewerbeinnahmen
hat die Stadt Gewerbesteuereinnahmen in nachfolgend angegebener Höhe (ca. Mill.)
eingenommen bzw. eingeplant (Quelle Stadt Rottenburg Haushaltsflyer):
2024 - 18M€, 2023 - 15,7M€, 2022 – 14,7M€, 2021 – 13,7M€, 2020 – 14,7M€.
Mit mehr als 10% der städtischen Gewerbebetriebe mit Standort Ergenzingen und
anzunehmenden entsprechenden Gewerbesteuereinahmen, sehen wir den Beitrag
unserer Ortschaft als erfüllt. Es geht darum, dass wir das was vorhanden ist,
behutsam weiter entwickeln und noch verbessern.

Wo gibt es Mängel, wo gibt es Verbesserungsbedarf in der Infrastruktur?

Ein Defizit das auch von Betrieben an uns herangetragen wird, ist die Anbindung an
den Bahnhof. Damit ein einfacher und schneller Transport vom Bahnhof zu dem
jeweiligen Arbeitgeber erfolgen kann, könnte man sich einige Konzepte vorstellen
wie zum Beispiel einen Schnellläufer-Bus der direkt vom Bahnhof bis in die
Gewerbegebiete fährt zu den jeweiligen Schicht-Arbeitszeiten. Es wäre zu prüfen,
ob der Bürgerbus, mit Beteiligung der Betriebe, hier nicht auch eingesetzt werden
könnte.
Ein weiteres Thema ist die Verschmutzung und der Müll durch die parkenden LKW
´s. Dies ist deutlich besser geworden, seit die Firma Dachser Sozialräume und
Parkplätze auf dem Betriebsgelände anbietet. Die Bereitstellung von Park- bzw.
Rastplätzen sehen wir im öffentlichen Raum nicht, da hier auch bereits auf den
Autobahnparkplätzen einiges gemacht wurde. Wir sehen es eher als notwendig an,
dass Firmen die Logistikleistungen in Anspruch nehmen, auch Parkplätze und
Soziallräume bereitstellen.

Mögliche Erweiterungen in den Gewerbegebieten?

Aktuell gibt es keine freien Flächen mehr in Ergenzingen im Besitz der Stadt
Ortschaftsrat und Gemeinderat haben sich für eine Erweiterung im Höllsteig
ausgesprochen, um den ansässigen Handwerk- und Gewerbebetrieben
Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Zusätzlich wird mit dem neuen Bebauungsplan
das Dräxelmaier Areal überplant und angepasst, so dass sich hier keine Groß- und
Logistikbetriebe ansiedeln können. Es wird kleine Flächen für Handwerksbetriebe
und mittelständischen Firmen geben, sehr gerne auch Flächen für Firmengründer.
Mit den zusätzlichen 3 ha ergibt sich eine Erweiterung von ca. 7,4 ha. Schon jetzt
sind ca. 3,4 ha Gewerbegebiet, nur nicht erschlossen und nicht bebaut.
Im Fall des Gewerbegebiet E-Ost sehen wir nun die Grenze mit den zusätzlichen
8 ha Erweiterung erreicht. Diese Fläche ist schon im Besitz der Stadt. Der
Flächennutzungsplan muss fortgeschrieben und ein Bebauungsplan aufgestellt
werden. Mit dieser letzten Erweiterung kann eine klare gerade Grenze des
Gewerbegebietes zur Landschaft geschaffen und mit einer Bepflanzung der
Übergang gestaltet werden.

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist groß und unser Ziel ist mit dieser Fläche
sorgsam umzugehen.


Es ist erkennbar, dass aktuell unsere jungen Erwachsenen höhere qualifizierte
Abschlüsse (Studium usw.) haben und auch denen wollen wir die Möglichkeit geben,
ortsnah einen Arbeitsplatz zu finden. Daher setzen wir uns für die Vermarktung an
Firmen mit entsprechenden Arbeitsplätzen ein.
Nach der übereinstimmenden Vorstellung unserer Liste, soll es zukünftig keine
Erweiterung über die beschriebenen 8 ha hinaus geben. Die Zahl der Arbeitsplätze
zur Einwohnerzahl ist für unsere Ortschaft sehr hoch ist. Die beiden Gewerbegebiete
bringen immer auch Verkehrsbelastungen mit sich. In der ganzen Stadt und deutlich
auch in Ergenzingen, wird die Haltung zum Flächenverbrauch und der
Einschränkung bzw. Belastung für die Natur zusehends kritisch.

Unsere Liste hat hier eine klare Haltung: Sowohl im Höllsteig, als auch in
Ergenzingen Ost (mit den 8 ha), sind die Grenzen für Gewerbeflächen erreicht.