Betreuung und Bildung / Kinderbetreuung und Schulentwicklung

Kinderbetreuung aktueller Stand 

Ergenzingen hat zwischenzeitlich 12 Gruppen in fünf Einrichtungen, in denen unsere Kinder vor Ort betreut werden. Der katholische Kindergarten St. Maria mit 6 Gruppen und der evangelische Kindergarten mit 2 Gruppen. In städtischer Trägerschaft sind eine „Notgruppe“ auf der Liebfrauenhöhe (LH), der Naturkindergarten mit einer Gruppe und die Kinderkrippe mit 2 Gruppen. Die Kindergartenbedarfsplanung hatte ab 2020 einen Bedarf von zwei weiteren Gruppen ergeben, auf den die Stadt erst nach einem Prüfungsantrag der Fraktion CDU/Unabhängige Bürger reagiert und zwingend kurzfristig die „Notgruppe“ und mit Verzögerung den Naturkindergarten eingerichtet hat.

Zwischenzeitlich ist aufgrund der Geburtenzahlen bekannt, dass Bedarf für eine weitere
Kindergartengruppe besteht, die mit einer zweiten „Notgruppe“ um Kindergartenjahr 2024/2025 auf der Liebfrauenhöhe gedeckt werden wird.

Welche Bedarfe sehen wir in der Kinderbetreuung

Wir brauchen eine offene Kommunikation zum Thema Betreuungszeit, im klaren Austausch zwischen Kindergarten und Eltern, um die notwendigen Bedarfe in Zukunft zu kennen und die Kapazitäten richtig einstellen zu können. Es gibt Bedarf und auch Interesse, was gemachte Abfragen gezeigt haben, beim Thema Kosten springen die interessierten Eltern teilweise wieder ab. Dies zeigt, dass hier mehr Transparenz geschaffen werden muss. Frühzeitiger Austausch mit allen Informationen
schafft eine bedarfsgerechte Belegung der Einrichtungen.

Kindergartenplätze waren in den letzten Jahren ein großes Thema, hier sehen wir aktuell bei den Geburtenzahlen eine flacher werdende Kurve. Ganz wichtig ist es die Entwicklung zu beobachten. Wir schaffen mit der zweiten Gruppe auf der LH die Bedarfszahlen, es bleibt aber als Unbekannte der Zuzug der mit Öchsner und den neuen Wohnungen in Ergenzingen nicht von der Hand zu weisen ist. Die beiden „Notgruppen“ auf der Liebfrauenhöhe sind in auf begrenzte Zeit angemieteten Räumen
eingerichtet und nicht auf Dauer angelegt. Das Raumangebot, die Aufenthaltsqualität und
Spielmöglichkeiten im Außenbereich sind auf der Liebfrauenhöhe sehr gut und werden so auch von den Eltern wahrgenommen. Der Begriff „Notgruppe“ ist hier eigentlich nicht angebracht.

Die weitere Planung in die Zukunft muss rechtzeitig stattfinden, wobei die Verwaltung einen Zeitraum von 5-8 Jahren nennt. In der Überlegung ist eine viergruppige, wahrscheinlich städtische Kindereinrichtung, die dann auch verlängerte Betreuungszeiten anbieten kann. Als Standort ist der Bereich Parkplatz beim Sportheim angedacht, aber noch nicht festgelegt. Geeignete, alternative städtische Flächen sind derzeit nicht vorhanden.

Ergenzingen ist Schulstandort

Die Grundschule ist eine gut aufgestellte, noch 2-zügige Schule, mit einem guten Betreuungsangebot. Wir haben eine engagierte Schulleitung, die in dem Prozess hin zur 3-zügigen Schule, die Erweiterung des Schulgebäudes für den zukünftigen Schulalltag mit plant. Der Architektenwettbewerb und das Auswahlverfahren der eingereichten Planungsentwürfe sind durch. Die nächsten Schritte sind die Fortführung der Planung bis zur Baugenehmigung und dem Baubeschluss des Gemeinderates. Das
Ganztagesangebot rundet die schlüssige Betreuung der Kinder ab und muss zusammen mit dem Ausbau erweitert werden, Räumlichkeiten werden dafür ausreichend zur Verfügung stehen.

Zurzeit gibt es einen Engpass an Lehrerinnen und Lehrern, aber auch hier wird zusammen mit dem Elternbeirat nach schnellen, aber auch langfristigen Lösungen gesucht. Mögliche neue Lehrer stehen in den Startlöchern, hier muss das Schulamt noch freigeben, das die Lehrer auch zeitnah starten können. Hier sieht man, dass die Zusammenarbeit mit den Eltern gut funktioniert, was gerade in solchen Sondersituationen wichtig ist. 

Die Gemeinschaftsschule im Gäu (GiG) steht räumlich für den Unterrichtsbedarf bereits sehr gut da. Zurzeit wird der untere Schulhof beim Jugendhaus um- und ausgebaut, mit einem Soccerfeld und einer Calisthenicsanlage. Das ursprünglich geplante Sportkonzept als Profil der Gemeinschaftsschule ist wegen fehlender Sportlehrer nicht zur Umsetzung gekommen. Das ist bedauerlich, denn mit den beiden neuen Einrichtungen und den bestehenden Sportanlagen, besteht in Zukunft ein großartiges Sportangebot. Die Ausstattung der Schule mit der Mensa und den naturwissenschaftlichen Räumen
überzeugt und spiegelt auch die gute Qualität der Lehrerschaft in der Gesamtschule wider, das zeigen auch die Rückmeldungen aus den Betrieben, die unsere Schulabgänger sehr gerne als Azubis in das Berufsleben übernehmen.

Es fehlen aber Schüler und Schülerinnen, besonders aus Ergenzingen, die eine stabile Zweizügigkeit sichern. Unsere Gemeinschaftsschule als gute weiterführende Schule wieder in der Fokus der Schülerinnen und Schüler, sowie der Eltern zu rücken, wird Aufgabe der Schule, der Stadtverwaltung und der politischen Vertreter sein.

Die Zukunft unserer Schulen

Ein wichtiges Thema an der Grundschule wird im ersten Schritt sein, dass wir ausreichend Platz haben für die Anzahl der zukünftigen Schüler. Im zweiten Schritt kann das Schulangebot an der Grundschule erweitert und verbessert werden. Durch die Erweiterung mit dem Anbau und die Neustrukturierung im gesamten Komplex, mit der offen gestalteten Aula, der Mensa und dem multifunktionellen Konzept, werden auch größere Schulveranstaltungen möglich macht. Des Weiteren haben wir mit den
geplanten Gruppenarbeitsräumen und den Clusterbereichen offen nutzbare Arbeitsbereiche für Schülergruppen. Auch der Außenbereich mit der großzügig gestalteten Pergola bietet im Sommer ausreichend Verschattung oder lässt einen Aufenthalt auch bei schlechtem Wetter zu.

Im zweiten Schritt ist es aber ebenso wichtig die Schule mit genau solchen Maßnahmen für die Lehrer zukunftsfähig zu machen. Wir haben zu wenig Lehrer und müssen das Angebot und auch die Möglichkeiten an der Schule so gestalten das ein modernen Unterricht funktioniert und alle räumlichen Notwendigkeiten dafür vorhanden sind. Nur so können Lehrer den Lehrplan umsetzen und die Schüler in all ihren Fassetten gerne mitmachen und Spaß am Lernen haben.

Ab 2026 beginnt der Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung an der Grundschule in Klasse 1 und wird in jedem Jahr um eine Klasse erweitert, so dass 2030 die ganze Schule im Ganztagesbetrieb sein wird. Hier sind noch intensive Planungen für die Betreuung erforderlich, die von der Stadt mit Personal unterstützt werden muss.

Als mittelfristiger Ausblick für die Grundschule bleibt noch die Gymnastikhalle zu erwähnen. Hier haben wir den Vorteil, dass durch die freistehende und vom Umbau nicht betroffene Halle noch erweitert werden kann. Kurzfristig muss eine Lösung für neue und ausreichende WCs gefunden werden, da die bisherigen Toiletten mit dem Zwischenbau wegfallen.

In der Gesamtschule zeigen sich die notwendigen Maßnahmen ähnlich, nur das wir hier bei den Räumlichkeiten für die Schüler schon sehr gut aufgestellt sind. Um die Zukunft der Schüler hier auch in den Vordergrund zu ziehen, müssen wir dringend den Ruf der Schule verbessern. Der Ruf ist leider deutlich schlechter als die tatsächliche Qualität der Schule. Wir starten in das Schuljahr meist mit einer sehr knappen Anzahl an Schülern. Im laufenden Schuljahr kommen Schulwechsler in die Klassen, die aus anderen Schulen zur GiG wechseln. Die Gemeinschaftsschule wird als weiterführende Schule noch zu wenig wahrgenommen und genutzt. Für die Schule selbst steht noch Arbeit an, der
Lehrertrakt soll erweitert und das Gebäude energetisch verbessert werden, der untere Schulhof befindet sich bereits im Umbau und auch der obere Schulhof soll erneuert und umgestaltet werden.

Wichtig, besonders für den laufenden Schulbetrieb, ist auch die Instandsetzung der Sporthalle. Die Umkleideräume, besonders aber die Toiletten, müssen dringend saniert werden.